Hormonelle Verhütung nimmt zu

9. Oktober 2003, 21:03
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ExpertInnen: Immer mehr junge Frauen steigen durch neue Angebote wie Ring oder Pflaster auf hormonelle Methoden um

Wien - Rund 58 Prozent Frauen zwischen 20 und 44 Jahren, die Empfängnis verhütende Mittel nehmen, vertrauen auf die Pille. Doch das könnte sich laut ExpertInnen "in einer nicht extrem langen Zeit" ändern. Besonders die jungen Frauen, die vorher keine hormonelle Kontrazeption genommen hatten, interessieren sich für Alternativen wie den so genannten NuvaRing und das Verhütungspflaster, gaben MedizinerInnen am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien bekannt. Beide Mittel geben regelmäßig eine Hormondosis ab.

"Plastikring" bei jungen Frauen im Kommen

Dass der NuvaRing, der für drei Wochen in die Scheide appliziert und dann für eine Woche entfernt wird, besonders bei den jungen Frauen beliebt ist, zeigte eine neue heimische Studie. Demnach sind die 40 Prozent der Anwenderinnen unter 25 Jahre. Den Hauptteil (26 Prozent) machen die 20- bis 24-Jährigen aus. Aber auch die bis 19-Jährigen (16,2 Prozent) nehmen den "Plastikring" gerne. Bei der Studie wurden ein Jahr lang 1.099 Frauen mit ihrem neuen Verhütungsmittel begleitet.

Neueinsteigerinnen

Interessant war auch, dass 26 Prozent der Untersuchten bisher keine hormonelle Kontrazeption genommen hatten, bevor sie den NuvaRing verwendeten. Die meisten (53 Prozent) stiegen von der Pille auf den Ring um. Nach der Studie wurden die Patientinnen befragt. 63,8 Prozent gaben an, mit dem NuvaRing immer zufrieden, 23,1 Prozent häufig zufrieden gewesen zu sein.

ExpertInnenprognosen

Der große Vorteil der neuen Verhütungsmittel sei, dass nicht täglich auf eine Einnahme gedacht werden müsse: "So genannte Pillenvergesser sind in allen Altersgruppen zu finden. Doch sind gerade die jungen Frauen noch nicht so organisiert wie ältere", sagte die Gynäkologin Dr. Claudia Linemayr-Wagner von der österreichischen Gesellschaft für Familienplanung. "Ich glaube, dass der Pillenanteil bald zurück gehen wird und die neuen Methoden ihren Platz finden werden", so Univ.-Prof. Dr. Christian Egarter von der Universitätsklinik für Frauenheilkunde am AKH Wien. (APA)

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    Immer mehr junge Frauen greifen zum Verhütungspflaster.
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