Christine Nöstlinger erhielt Ehrenkreuz

17. Oktober 2003, 11:31
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Der Kinderbuchautorin wurde die Auszeichnung I. Klasse im Rahmen der Frankfurter Buchmesse überreicht

Frankfurt/Wien - Mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ist am Mittwochabend die österreichische Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger ausgezeichnet worden. Anlässlich der Frankfurter Buchmesse fand die Überreichung durch Kunststaatssekretär Franz Morak (V) im Frankfurter Städel Museum statt. "Christine Nöstlinger hat gezeigt, dass ein Buch für Kinder keinesfalls Literatur im Kleinformat sein darf, sondern Literatur auf höchstem Niveau sein muss," so Morak. Nöstlinger hatte heuer im Mai bereits als erste Preisträgerin den Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis erhalten.

"Christine Nöstlinger ist ein kostbarer Schatz für Österreich", formulierte Morak in seiner Laudatio: "Nöstlinger hat eine neue Sprache gefunden, die die Kinder verstanden haben. Sie hat mit ihrem gewichtigen literarischen Werk nicht nur einen unglaublichen Beitrag für die Literatur geleistet, sondern auch für die jungen Leserinnen und Leser eine herausragende Bedeutung".

"Iba de gaunz oaman..."

Die am 13. Oktober 1936 geborene Tochter eines Uhrmachers und einer Kindergärtnerin zeichnete und schrieb 1970 ihr erstes Buch, "Die feuerrote Friederike". Als eine der ersten deutschsprachigen Jugendbuchautorinnen reflektierte sie in den autobiografischen Romanen "Maikäfer, flieg" (1973) und "Zwei Wochen im Mai" (1981) Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit.

Zu Nöstlingers bekanntesten Texten für Erwachsene zählen die Dialekt-Gedichtbände "Iba de gaunz oaman Kinda" (1974), "Iba de gaunz oaman Fraun" (1982) und "Iba de gaunz oaman Mauna" (1987). Nöstlinger wurde für ihr Schaffen bereits vielfach ausgezeichnet, darunter 1984 für ihr Gesamtwerk mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis, der wichtigsten internationalen Auszeichnung für Kinderliteratur und im Mai dieses Jahres in Stockholm den erstmals verliehenen Astrid- Lindgren-Gedächtnispreis. (APA)

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    Christine Nöstlinger, hier im Juni bei einem Symposium von mobilkom austria und ZOOM Kindermuseum über den Einfluss von neuen Technologien auf Kinder

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