Cap kritisiert "Vereinnahmungswettlauf"

12. Oktober 2003, 15:00
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SP-Klubobmann: Schwarzenegger vertritt "sowohl sozialdemokratische als auch neoliberale Werte"

Wien - Der geschäftsführende SP-Klubobmann Josef Cap kritisiert den "Vereinnahmungswettlauf" um den neuen kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Schwarzenegger vertrete in sozialen Angelegenheiten auch sozialdemokratische Ideale, in wirtschaftlichen Belangen aber neoliberale Werte und könne damit von keiner österreichischen Partei für sich reklamiert werden, betonte Cap bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Schwarzenegger-Zitate

Besonders verwundert ist Cap, der Schwarzenegger im übrigen gratulierte und von einer "sehr positiven Entscheidung für Kalifornien" sprach, über die Freude des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider (F) über dessen Wahlerfolg. Schließlich habe Schwarzenegger Haider in der Vergangenheit heftig kritisiert.

So meinte der Hollywood-Star im November 2000 in einer Filmzeitschrift über Haider: "Da ist man jahrelang bemüht, dem Land zu gutem Ansehen und internationaler Geltung zu verhelfen, und dann kommt so ein Kerl daher und macht mit seinen dummen Sprüchen alles zunichte." Und weiter: "Es ist traurig, daß man wegen dieser einen Figur so auf Österreich eingedroschen hat." (APA)

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    Suspekt sind dem SPÖ-Klubchef vor allem die lobenden Äußerungen des Kärntner Landeshauptmanns: Schließlich sei Schwarzenegger kein Freund Haiders

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