Elefanten massenweise vor dem Abschuss

15. Oktober 2003, 12:27
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Ausufernder Bestand im Krüger-Nationalpark in Südafrika - Umsiedlung nicht ausreichend

Johannesburg - Südafrika will angesichts eines ausufernden Elefanten-Bestands im Krüger-Nationalpark die umstrittene Praxis des massenweisen Abschusses ("Culling") der Tiere wieder aufnehmen. "Wir haben mehr als 5.000 Elefanten zu viel, wir müssen dringend etwas tun", sagte Park-Sprecher Raymond Travers am Donnerstag.

Er bestätigte Pläne für die massenweise Tötung der Rüsseltiere. Sie bedrohten die biologische Vielfalt und gefährdeten sowohl die Pflanzen als auch die anderen Tiere, die im Park lebten. Der Plan muss allerdings noch von der Regierung genehmigt werden.

Umsiedlung nicht ausreichend

Travers bestätigte einen Bericht der südafrikanischen Zeitung "This Day", wonach auch die Umsiedlung Dutzender Elefanten in benachbarte Naturgebiete nicht ausreichend sei. Die Praxis des "Culling" genannten massenweisen Tötens von Elefanten war 1994 nach weltweiten Protesten gestoppt worden.

Der Krüger-Nationalpark kann maximal rund 7000 Elefanten verkraften. Nach jüngsten Zählungen leben aber 11.671 Dickhäuter in dem Wildreservat. Im vergangenen Jahr ist der Bestand um fast zwölf Prozent gestiegen. Seit knapp zehn Jahren beraten Park-Vertreter mit Umweltschützern darüber, wie der wachsende Elefantenbestand kontrolliert werden kann. Auch die Empfängnisverhütung war wegen der Masse der Tiere und der hohen Kosten gescheitert. (APA/dpa)

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    Im Krüger-Nationalpark in Südafrika könnten wieder zahlreiche Elefanten getötet werden. 1994 war das "Culling" nach weltweiten Protesten gestoppt worden.

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