Afghanistan: Innenminister besorgt über Sicherheitslage

9. Oktober 2003, 11:58
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Jalali reist ins nördliche Krisengebiet - Zahlreiche Todesopfer nach Kämpfen verfeindeter Milizen

Mazar-i-Sharif - Bei Kämpfen zwischen verfeindeten Milizen in Nordafghanistan sind seit Mittwoch fast 80 Menschen getötet und verletzt worden. Bei den schweren Gefechten rund 20 Kilometer westlich von Mazar-i-Sharif mit Einheiten des usbekischen Rivalen General Abdul Rashid Dostam seien mittlerweile "mehr als 70" Anhänger des tadschikischen Kriegsherrn Atta Mohammed ums Leben gekommen oder verwundet worden, teilte dessen Sprecher am Donnerstag mit. Dostams Stellvertreter Syjed Nurullah sagte, auf seiner Seite seien drei Männer getötet und sechs verletzt worden.

Kämpfe könnten auf Stadt übergreifen

In Mazar-i-Sharif zogen in der Nacht Panzer auf. Ein Polizeisprecher sagte, es sei zu befürchten, dass die Kämpfe auch auf die Stadt übergreifen könnten. Der afghanische Innenminister, Ali Ahmad Jalali, kündigte in Kabul für Donnerstag eine Reise in das Kampfgebiet an. Die Lage um Masar-i-Scharif sei "sehr angespannt", sagte er. Die Kämpfe zwischen den verfeindeten Milizen hatten am Wochenende begonnen, nachdem zwei von Dostams Kommandanten angeblich von Atta Mohammeds Truppen entführt worden waren. (APA)

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    Ali Ahmad Jalali kündigt eine Reise ins Krisengebiet an

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