Wieder jordanische Ärzte bei Arafat

9. Oktober 2003, 11:26
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Gesundheitszustand verschlechtert

Ramallah/Jerusalem - Dem palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat geht es weiterhin schlecht. Wie die israelische Tageszeitung "Jerusalem Post" am Donnerstag berichtete, traf am Mittwochabend erneut ein jordanisch-ägyptisches Ärzteteam in Ramallah ein, nachdem der 74-Jährige über Schmerzen geklagt hatte. Berichten zufolge verschlechtert sich der Gesundheitszustand des von Israel seit fast zwei Jahren in Ramallah isolierten Arafat zusehends.

Berater Arafats hatten in dieser Woche Presseberichte bestritten, wonach Arafat einen leichten Herzanfall erlitten hat. Den Angaben zufolge leidet er an einem unbekannten Virus und hat hohes Fieber mit Durchfall und Erbrechen.

Arafats schlechter Gesundheitszustand soll einer der Gründe dafür gewesen sein, dass er am Sonntag den Ausnahmezustand über die Palästinensergebiete verhängt und eine Notstandsregierung unter Ministerpräsident Ahmed Korei ernannt hat. Das aus acht Ministern bestehende Rumpf-Kabinett Koreis soll am Donnerstag vom Parlament in Ramallah bestätigt werden. (APA/dpa)

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