Eolas fordert Stopp des Internet Explorers

19. Oktober 2003, 08:50
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Einstweilige Verfügung gegen weitere Auslieferung des Microsoft-Browsers beantragt

Der "Internet Explorer-Streit" zwischen Eolas Technologies und Microsoft (der WebStandard berichtete) geht in die nächste Runde. Eolas beantragte eine einstweilige Verfügung und fordert den Auslieferungs-Stopp des Internet Explorers.

Einstweilige Verfügung Laut einem Bericht von CNet hat Eolas Technologies am Montag bei einem Gericht in Chicago eine einstweilige Verfügung gegen die weitere Auslieferung des Internet Explorers beantragt. Eolas hatte zuvor Microsoft erfolgreich wegen Patentrechtsverletzung verklagt. Das Unternehmen, das 1994 von Universitätsprofessor Michael Doyle gegründetet wurde, besitzt die Rechte für das Einbetten von Plug-Ins, Scriptlets und Applets in Web-Sites, die Microsoft in den ActiveX-Controls und im Internet Explorer nutzt. Ein Bundesrichter hatte den Softwarekonzern Mitte August wegen Verletzung der Rechte von Eolas zur Zahlung einer Geldstrafe von 521 Millionen Dollar verurteilt.

Änderungen

Microsoft hatte wegen der Entscheidung des Gerichts in der Patentfrage Änderungen in seinen Produkten angekündigt. So soll etwa die automatische Ausführung der Plug-Ins standardmäßig abgeschalten werden; die Ausführung wird erst nach einer Bestätigung durch den Nutzer fortgesetzt.(red)

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