Deutsche Bank verkauft 19,4 Prozent von Axel Springer

18. Oktober 2003, 10:00
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US-Investor Hellman & Friedman zahlt 350 Millionen Euro - Springer will bis zu 10 Prozent Aktien rückkaufen

Die US-Beteiligungsgesellschaft Hellman & Friedman wird mit 19,4 Prozent neuer Großaktionär der deutschen Axel Springer AG. Die Deutsche Bank verkaufte den Anteil für 350 Mio. Euro. Sie ist danach noch mit gut zehn Prozent an der Verlagsgruppe beteiligt. Zugleich kündigte Springer den Rückkauf von bis zu zehn Prozent der Aktien von anderen Aktionären an, denen 54 Euro pro Anteil geboten werden soll.

Zwei Drittel des ehemaligen Kirch-Aktienpakets

Mit dem 19,4-Prozent-Erwerb kaufen die US-Investoren knapp zwei Drittel des ehemaligen Kirch-Aktienpakets, das der Ex-Medienmogul der Deutschen Bank vor seiner Insolvenz als Sicherheit für einen Großkredit überschrieben hatte. Bei der Deutschen Bank verbleiben 10 Prozent der Springer-Aktien.

Beteiligung an ProSiebenSat.1

Die US-Gesellschaft mit Sitz in San Francisco ist auf Investitionen im Medienbereich spezialisiert. Sie ist in Deutschland bereits an dem größten deutschen Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 beteiligt. Firmenchef Brian Powers wurde für den Springer-Aufsichtsrat nominiert.

"Hellman & Friedman ist uns als neuer Aktionär willkommen", sagte Springer-Chef Mathias Döpfner. Der Aktienrückkauf eröffne Springer die Möglichkeit, die Papiere als Akquisitionswährung für mögliche Übernahmen einzusetzen.

Powers hatte früher die australische Zeitungsgruppe John Fairfax sowie die ebenfalls australische Mediengruppe Publishing and Broadcasting geführt. (APA/dpa)

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