Erneut schwere Erdstöße in Japan

10. Oktober 2003, 15:45
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Erdbeben der Stärke 5,9 erschüttert die nördlichste Insel des Landes

Tokio - Die Serie schwerer Erdbeben auf der japanischen Insel Hokkaido setzt sich fort: Am Donnerstagmorgen erschütterte ein Erdstoß der Stärke 5,9 die nördlichste Insel des Landes. Über mögliche Schäden oder Verletzte lagen laut Polizei zunächst keine Berichte vor. Die Gefahr von hohen Flutwellen, so genannte Tsunamis, habe nicht bestanden. Am Mittwoch war Hokkaido zuvor zwei Mal innerhalb von 24 Stunden von Erdstößen der Stärken 6,3 und 5,1 erschüttert worden. Sie folgten auf zwei ähnlich starke Beben am Tag zuvor.

Erst Ende September hatte ein Beben der Stärke 8,0 auf Hokkaido mehr als 750 Menschen verletzt, zwei Fischer werden seitdem immer noch vermisst. Forscher schließen einen erneuten Erdstoß dieser Stärke nicht aus.

Schon die Erdstöße am Dienstag hatten die Angst vor einem neuen Beben von katastrophalem Ausmaß verstärkt. Japan erstreckt sich über vier tektonische Platten. Verschiebungen dieser Platten könnten in absehbarer Zeit ein ähnlich starkes Beben wie am 27. September verursachen, erklärte das Japanische Zentrum für Meereswissenschaften und Technologie. Der damalige Erdstoß habe nicht seine gesamte mögliche Stärke erreicht. (APA/AP)

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