Roed-Larsen warnt vor Ausweitung des Nahost-Konflikt

10. Oktober 2003, 08:37
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UN-Beauftragter fordert "größte Zurückhaltung"

Beirut/Jenin - Nach dem israelischen Luftangriff auf angebliche palästinensische Trainingslager in Syrien hat der UN-Nahostbeauftragte Terje Roed-Larsen vor einer Ausweitung des Nahost-Konflikts gewarnt. Alle Seiten müssten "größte Zurückhaltung" üben, sagte Roed-Larsen am Mittwoch nach einem Gespräch mit dem libanesischen Präsidenten Emil Lahud und Regierungschef Rafik Hariri in Beirut. UN-Generalsekretär Kofi Annan sei sehr besorgt, dass die ohnehin "angespannte und schwierige" Lage eskaliere und der Konflikt sich ausweite. Den israelischen Angriff nannte Roed-Larsen, der derzeit durch die Region reist, "gefährlich".

Frau eines Jihad-Chefs verhaftet

Die israelische Armee nahm in Jenin im Westjordanland die Frau eines Anführers der radikalen Palästinenserorganisation Islamischer Jihad fest, wie die Familie der Festgenommenen mitteilte. Der Chef des bewaffneten Jihad-Arms Al-Kuds-Brigaden wird verdächtigt, Hintermann des Anschlags vom Samstag in Haifa zu sein. Bei dem Selbstmordattentat wurden 20 Menschen getötet.

In Kalkilia im Westjordanland wurde nach palästinensischen Krankenhausangaben ein zwölfjähriger Palästinenser von israelischen Kugeln schwer verletzt. Das Kind sei am Kopf getroffen worden, als es mit anderen Kindern Steine auf Soldaten warf. (APA)

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    Terje Roed-Larsen mahnt die Konfliktparteien zur Zurückhaltung

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