Forderung nach Maßnahmen für Junge

14. Oktober 2003, 11:25
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ÖGB und AK kritisieren die hohe Jugend- Arbeitslosigkeit: Mehr als 13.000 Jugendliche waren im Herbst ohne Job

Wien - Heftige Kritik an der Arbeitsmarktpolitik der Regierung übte ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch. Mehr als 13.000 Jugendliche werden diesen Herbst keine Lehrstellen in einem Betrieb finden. Davon 7434 beim AMS gemeldete Lehrstellensuchende, 696 längerfristig Suchende, 1850 in Lehrgängen und 3164 in kurzfristigen Schulungsmaßnahmen. Ende September waren 38.127 unter 25-Jährige arbeitslos gemeldet.

Mit den 13.144 Lehrstellensuchenden sind das insgesamt 51.271 Jugendliche, die weder einen Job noch einen Ausbildungsbetrieb gefunden haben. Lediglich für 5500 Jugendliche werde heuer ein Platz im Auffangnetz in Aussicht gestellt.

Ausbildungsfonds gefordert

Im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit fordert der ÖGB aber auch die Arbeiterkammer Ausbildungsfonds, die von allen Unternehmen getragen werden, so Verzetnitsch und verwies auf die Vorarlberger Metallindustrie, wo seit 30 Jahren ein vergleichbares Modell bestehe. Die Förderungen, die die ausbildenden Unternehmen erhalten, ohne dass sie sich im Gegenzug zu höheren Ausbildungsstandards verpflichten müssen, werden heuer 83 Mio. Euro betragen. Bis 2004 werden die Kosten voraussichtlich auf mehr als 121 Mio. Euro steigen. Damit könnten mehr als 13.000 Stellen in Lehrlingsstiftungen finanziert werden. AK-Direktor Werner Muhm schlug ein massives Paket für die Aus- und Weiterbildung sowie die Lehrlingsausbildung vor. In berufsbildenden Schulen und Fachhochschulen fehlten 6000 Ausbildungsplätze. (DER STANDARD, Printausgabe, 9.10.2003, APA, cr)

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    "Schuhe fuer Bartenstein" - Eine Aktion der Sozialistische Jugend Oesterreich vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit

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