Priessnitz-Preis an Olga Flor

17. Oktober 2003, 11:31
posten

Juroren waren Robert Schindel und Gustav Ernst

Wien - Die in Graz lebende gebürtige Wienerin Olga Flor (Jahrgang 1968) erhält den Reinhard-Priessnitz-Preis 2003. Die mit 3.635 Euro dotierte Auszeichnung wird der Autorin am 27. Oktober (19.30 Uhr) im Wiener Literaturhaus verliehen. Als Jury fungierten Robert Schindel und Gustav Ernst, die Laudatio hält die Herausgeberin und Übersetzerin Karin Fleischanderl.

Flor hat nach ihrer Schulzeit in Köln von 1986 bis 1993 an der Karl-Franzens-Universität in Graz Physik und Kunstgeschichte studiert. Die Autorin ist im Multimediabereich berufstätig. Neben ihrem Roman "Erlkönig" (2002) hat Flor in Literaturzeitschriften und Anthologien zahlreiche Veröffentlichungen erzielt, u.a. "Zum Glück gibt's Österreich" oder "Cocktails". Flor ist Trägerin des Österreichischen Staatsstipendiums für Literatur 2003 und hat an den 27. Tagen der deutschsprachigen Literatur 2003 in Klagenfurt teilgenommen, wo sie die Jury polarisierte. 2001 bekam sie den Literaturförderungspreis der Stadt Graz zugesprochen.

Reinhard Priessnitz, nach dem die seit 1994 vom Bundeskanzleramt vergebene Auszeichnung benannt ist, starb im Alter von 40 Jahren 1985 in Wien. Als Verfasser experimenteller Lyrik, die gleichzeitig die Bindung an die Tradition nicht aufgibt, hat Priessnitz ein schmales Werk hinterlassen. Dieses ist zwar dem breiten Publikum wenig bekannt, hatte aber tief greifende Wirkung auf die junge Schriftstellergeneration, für die er zum bewunderten Vorbild und renommiertesten Vertreter der Neuen Poesie geworden ist. (APA)

Share if you care.