Haubner: "Nur Zwischenlösung"

9. Oktober 2003, 19:14
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Sozialstaatssekretärin warnt im STANDARD- Gespräch die ÖVP nach dem Beschluss im Ministerrat vor Erfolgsmeldungen

Wien - "Wir sind mit der Eltern-Teilzeit erst am Anfang, nicht am Ende." Sozialstaatssekretärin Ursula Haubner (FP) warnt am Tag nach dem Beschluss im Ministerrat die ÖVP vor allzu überschwänglichen Erfolgsmitteilungen.

Die FPÖ wollte ja eigentlich einen Rechtsanspruch auf Teilzeit für alle Eltern mit kleinen Kindern - egal, wie groß das Unternehmen, in dem sie arbeiten, ist. Tatsächlich wurde am Dienstag aber die Eltern-Teilzeit bis zum siebten Lebensjahr des Kindes beschlossen - nur in Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten.

Nur ein erster Punkt

"Das ist auch nur ein erster Punkt", sagte Haubner am Mittwoch im STANDARD-Gespräch. Immerhin habe die FPÖ in den Verhandlungen mit der ÖVP "sehr wohl Verbesserungen für kleine Betriebe erreicht, die im Regierungsprogramm nicht vorgesehen waren". So könne die bestehende Eltern-Teilzeit bis zum vierten Lebensjahr des Kindes in Betrieben mit weniger als 20 Mitarbeitern durch eine Betriebsvereinbarung bis zum siebten Lebensjahr verlängert werden, mit den gleichen Rechten wie in Großbetrieben.

VP-Abgeordnete Christine Marek verteidigte den Koalitionsbeschluss zur Eltern-Teilzeit als ausgewogen, da sie die "Balance zwischen Anliegen der Arbeitnehmer und der Wirtschaft" schaffe. Kleinere Betrieben würden damit nicht unnötig belastet, so Marek. (nim, pm/DER STANDARD, Printausgabe, 9.10.2003)

  • Haubner: "Wir sind mit der Eltern-Teilzeit erst am Anfang, nicht am Ende."
    foto: standard/cremer

    Haubner: "Wir sind mit der Eltern-Teilzeit erst am Anfang, nicht am Ende."

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