Wie Schwarzenegger an die Macht kam

13. Oktober 2003, 19:39
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Republikanischer Kongressabgeordneter finanzierte Kampagne

Hamburg - Eine republikanische Initiative zur Abwahl des demokratischen Gouverneurs Gray Davis ebnete Arnold Schwarzenegger den Weg zum höchsten Amt Kaliforniens. Ted Costa, Chef einer kleinen Bürgerbewegung, soll die Abwahl-Idee gehabt haben, als der erst im November 2002 für eine zweite Amtszeit gewählte Davis eine Finanzlücke von nahezu 40 Milliarden Dollar mit schmerzhaften Kürzungen und Gebührenerhöhungen auszugleichen versuchte.

Der millionenschwere republikanische Kongressabgeordnete Darrell Issa finanzierte weitgehend die Kampagne, um über 1,3 Millionen Stimmen für eine Abwahl zu sammeln, die dann im Juli vorlagen.

Ursprünglich wollte Issa selbst als Nachfolger von Davis kandidieren. Dann galt der Bürgermeister von Los Angeles, Richard Riordan, als sicherer Kandidat. Schließlich erklärte sich der Republikaner Schwarzenegger am 6. August in einer TV-Show bereit, gegen Davis anzutreten und im Land "aufzuräumen".

Im Wahlkampf unterstützt wurde der studierte Betriebs- und Volkswirtschaftler von einem hochkarätigen Team und prominenten Beratern wie Ex-Außenminister George Shultz und dem Milliardär Warren Buffett. Weitere kräftige Hilfe kam von seiner seiner Frau Maria Shriver, einer Kennedy-Nichte und Demokratin. Den Weg in eine neue Karriere ebnete sich Schwarzenegger ferner mit einer Werbekampagne im Fernsehen, für die er mehrere Millionen Dollar einsetzte, sowie Wahlkampfreisen mit seinem Privatjet. (APA/dpa)

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