US-Regierung will mit Medienkampagne Irak-Kritik begegnen

9. Oktober 2003, 16:31
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Rede-Offensive von Rice und Bush - Mehrere Regierungsmitglieder nach Bagdad

Washington - Die US-Regierung will der wachsenden inländischen Kritik an dem Irak-Feldzug mit einer Medienkampagne begegnen. Die Nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice werde am Mittwoch mit einer Rede in Chicago den Anfang machen, verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen in Washington. US-Präsident George W. Bush werde dann am Donnerstag Reden in den Bundesstaaten New Hampshire und Kentucky halten und in diesem Monat seine wöchentlichen Rundfunkansprachen dem Thema widmen.

Am Freitag sei eine Rede von Vizepräsident Dick Cheney in Washington geplant. Und in den kommenden sechs Wochen sollten mehrere Regierungsmitglieder der Bush-Mannschaft in den Irak reisen, hieß es.

Die fast täglichen Berichte über Opfer unter den US-Soldaten im Irak und die hohen Kosten des Wiederaufbaus stellen 13 Monate vor der US-Wahl eine politische Bedrohung für Bush dar. Dessen Umfrageergebnisse sind wieder auf Werte wie vor den Anschlägen vom 11. September 2001 gesunken, und eine Mehrheit der US-Bürger ist inzwischen der Ansicht, dass der Irak-Krieg die menschlichen und materiellen Kosten nicht wert sei. Im Kongress gibt es Bestrebungen, Teile der 87 Milliarden Dollar an zusätzlichen Mitteln für den Irak entweder nur als Kredit zu vergeben oder den Betrag zu kürzen. (APA/Reuters)

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