Flughafen Wien-Schwechat ist "Gewehr bei Fuß"

8. Oktober 2003, 16:45
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Offene Frage, wer für Zusatzkosten durch Streik aufkommen muss

Wien/Schwechat - Der Flughafen Wien-Schwechat sieht sich für angedrohte Streiks der AUA-Piloten gerüstet. "Wir stehen Gewehr bei Fuß", sagte Flughafen-Sprecher Hans Mayer heute, Mittwoch, auf APA-Anfrage. Konkret könne sich der Flughafen freilich kaum auf Streikmaßnahmen vorbereiten, "das ist Sache der Airline".

Der Flughafen wäre allerdings im Fall zurückbleibender Passagiere betroffen und für die Information der Fluggäste mitverantwortlich. Im Fall des Falles müsste der Airport daher "auf hohem Niveau improvisieren", sagte Mayer.

Zusätzliche Kosten durch anfallende Überstunden

Vor allem ein über mehrere Tage dauernder Streik würde zusätzliche Kosten etwa durch anfallende Überstunden verursachen. Wer für diese Zusatzkosten aufkommen müsste, ist laut Mayer offen. Aus Sicht der Fluggesellschaft wäre dies wohl die Gewerkschaft. Möglicherweise fallen solche Kosten aber auch unter die Rubrik "höhere Gewalt". Bisher gab es in Österreich keinen Bedarf, diese Fragen zu klären. Zusatzkosten für kurze Maßnahmen im Ausmaß von einer oder zwei Stunden könnten vom Flughafen übernommen werden.

Laut Austrian Airlines-Pressestelle gibt es derzeit "keine Anzeichen für Störungen" im Flugbetrieb. Drei aktuell auf der Flughafen-Homepage ersichtliche Ausfälle stünden nicht im Zusammenhang mit allfälligen Protestmaßnahmen der Piloten, versicherte AUA-Sprecher Johann Jurceka auf APA-Anfrage. Ein als "Ausfall" aufscheinender Malta-Flug werde wegen saisonaler Nachfrageschwäche nicht mehr durchgeführt, zwei andere "Ausfälle" werden von der Lufthansa durchgeführt. "Kein Streik", so die Auskunft aus Frankfurt. Ein Stuttgart-Kurs sei wegen Problemen bei der Enteisung entfallen. (APA)

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