Handel startet KV-Runde für rund 350.000 Beschäftigte

13. Oktober 2003, 14:14
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Öffnungszeiten könnten Knackpunkt für Verhandlungen werden - GPA fordert "reale" Gehaltserhöhung

Wien - Mit der (schriftlichen) Übergabe des Forderungspakets an die Arbeitgeber starten heute, Mittwoch, die Kollektivvertragsverhandlungen (KV) für die rund 350.000 Handelsangestellten sowie etwa 100.000 Betroffene in verwandten Berufen. Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) will die diesjährige KV-Runde zum Anlass nehmen, um die komplizierten Zuschläge und Zeitgutschriften wegen der geänderten Öffnungszeiten komplett neu zu regeln.

Gefordert wird eine "reale" Erhöhung der Kollektivvertragsgehälter (bei Beibehaltung der Überzahlungen) und Lehrlingsentschädigungen, also über der Inflationsrate. Die Verbraucherpreise werden heuer laut Prognosen um 1,3 Prozent steigen. Darüber hinaus will die GPA einen neuen Anlauf für 1.000 Euro Mindestlohn im Handel nehmen, niedrigere Gehälter sollen entsprechend stärker angehoben werden.

Ein Thema für die Arbeitnehmervertreter wird auch die zuschlagsfreie Mehrarbeit sein. Darüber hinaus werden neuerlich vier zusammenhängende Stunden für Teilzeitarbeiter (außer Mitarbeitern die in der Nähe des Arbeitsplatzes wohnen) gefordert.

Die erste Termin für die konkreten Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern wurde mit 23. und 24. Oktober festgelegt.

Der neue Kollektivvertrag soll mit 1. Jänner 2004 in Kraft treten.(APA)

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