Steiermark: Schnee, Thermen, Wein und Arnie

12. Oktober 2003, 19:40
posten

Schwarzenegger wirbt mit "Ich liebe die Steiermark"- Touristiker zuversichtlich für kommende Wintersaison

Wien - In den internationalen Gratulationsreigen zum Wahlsieg Arnold Schwarzeneggers in Kalifornien reihte sich heute, Mittwoch, auch die Steirische Tourismus GmbH (STG) im Rahmen einer Präsentation in Wien: "Das ist natürlich eine tolle Sache, auch wenn es eine schwierige Aufgabe für Schwarzenegger werden wird", freut sich STG-Geschäftsführer Robert Leitner für den prominenten Landessohn. Einen kräftigen Werbeeffekt erhofft sich Leitner vor allem für die Stadt Graz, die verstärkt ins Blickfeld der Amerikaner gerückt werden soll.

Einen Promotion-Spot mit "Arnie", der für die Grand Prix-Bewerbung gedreht wurde, gibt es bereits seit diesem Sommer. Gegen ein Nullhonorar ließ sich Schwarzenegger unter anderem zu den Sätzen "This is die Steiermark, eine der schönsten Gegenden der Welt" und "Ich liebe die Steiermark" hinreißen. Man werde sich natürlich weiter bemühen, mit dem Konterfei des Jung-Politikers werben zu können, für große Fernsehkampagnen reiche das Budget aber nicht aus, so Steiermark-Pressesprecherin Ute Hödl. Die zahlreichen internationalen Fernsehteams, die Arnies alte Heimat in den vergangenen Tagen aufgesucht hätten, seien aber ohnehin eine tolle Präsentationsplattform.

Zuversicht auch ohne Arnie

Der Tourismus in der "grünen Mark" blickt auch ohne Unterstützung aus Kalifornien zuversichtlich in die kommende Wintersaison. Nach sechs Rekordwintern in Folge erwarte man sich auch heuer ein Umsatzplus von mindestens drei Prozent. "Rund 443 Mio. Euro Umsatz sind realistisch", so Leitner. Im Winter 2002/03 erwirtschafteten die steirischen Tourismusbetriebe einen Umsatz von 429,7 Mio. Euro (plus 3,5 Prozent) bei 4,38 Mio. Nächtigungen.

Mit Neuerungen wie der laut eigenen Angaben größten Apres-Ski-Bar Österreichs am Semmering, der Snowboard-WM am Kreischberg, neuen Thermalbädern, Urlaubsangeboten auf Weingütern oder einer ungewöhnlichen Adventbeleuchtung in Graz will man den Gästestrom aus den wichtigsten Quellgebieten Österreich (67,4 Prozent), Deutschland (16,9 Prozent), Ungarn (3,8 Prozent) und den Benelux-Ländern (2,1 Prozent) weiter vorantreiben. Ziel sei ein Plus von zwei Prozent bei den Ankünften, die Zahl der Übernächtigung "gilt es zu halten", so Leitner.(APA)

Share if you care.