Heimischer Tourismus gratuliert sich

12. Oktober 2003, 19:40
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Schwarzenegger-Sieg ist "unbezahlbare Werbung für Österreich" - Verkehrsbüro: Neue "Hilfe und Speerspitze" für Tourismus

Wien - Über die Wahl des gebürtigen Steirers Arnold Schwarzenegger zum neuen Gouverneur von Kalifornien freut sich auch der österreichische Tourismus. Die mediale Präsenz Österreichs in den USA schon durch die Kandidatur Schwarzeneggers sei "eine unbezahlbare Werbung für Österreich" gewesen, stellte der Geschäftsführer der Österreich Werbung (ÖW), Arthur Oberascher, gegenüber der APA fest. Durch den "positiven Image-Transfer" seien nun "Impulse für den Tourismus" zu erwarten.

Schwarzenegger habe während seiner gesamten Karriere in den USA seine österreichischen - und insbesondere steirischen - Wurzeln niemals verheimlicht, so der ÖW-Chef. Sie seien "integraler Bestandteil seines Images als öffentliche Person - Athlet - Filmstar und jetzt Politiker". Mit der nunmehrigen Wahl zum Gouverneur des wirtschaftlich potentesten US-Bundesstaates werde das positive Image Schwarzeneggers sicher erneut auf sein Heimatland Österreich rückwirken.

Reges Interesse der US-Medien

Das rege Interesse der US-Medien an Arnold Schwarzeneggers steirischer Herkunft bringe natürlich eine positive Aufmerksamkeit für Österreich. Ob dadurch künftig mehr Gäste aus den USA bzw. Kalifornien nach Österreich kommen werden, wollte die ÖW nicht analysieren.

"Die Wahl Arnold Schwarzeneggers wird dem Österreich-Tourismus sicher helfen", meint auch der Geschäftsführer der Incomingtochter Eurotours des Österreichischen Verkehrsbüros, Dieter Toth. Auch er spricht von einem "unbezahlbaren Imagegewinn". Österreich bekomme in den Vereinigten Staaten wieder einen Namen und der Österreich Tourismus habe - wenn Schwarzenegger seine Sache als Gouverneur gut mache - über Jahre "eine unbezahlbare Speerspitze bei den US-Bürgern", so Toth.

Zahl der US-Gäste rückgängig

Die Zahl der US-Gäste in Österreich ist nach den Terroranschlägen vom September 2001 stark zurückgegangen. Während die Nächtigungen von US-Urlaubern laut Statistik Austria im Jahr 2000 noch um 19,8 Prozent auf 1,88 Mio. zulegten, gingen sie 2001 um 15,8 Prozent auf 1,58 Mio. zurück. 2002 sank die Zahl der Nächtigungen erneut um 15,1 Prozent auf 1,34 Mio. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres 2003 reduzierte sich die Zahl der Nächtigungen von US-Gästen um 8 Prozent auf 734.472.

Im Heimatbundesland Schwarzeneggers - in der Steiermark - nächtigten 2002 67.176 US-Urlauber, um 3,3 Prozent mehr als 2001. Von Jänner bis Juli 2003 wurde hingegen (noch) ein zweistelliges Minus von 25,7 Prozent auf 27.222 Nächtigungen verzeichnet.(APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Der Jungpolitiker Arnold Schwarzenegger auf Besuch in der Steiermark

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