Blutbad in deutscher Anwaltskanzlei

9. Oktober 2003, 11:17
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Drei schwer entstellte Tote - Hergang und Motiv bleiben weiter rätselhaft

Overath - Einen Tag nach einem Dreifachmord in einer Anwaltskanzlei in Overath bei Köln sind Hergang und Motiv weiter rätselhaft.

Nach ersten, noch nicht amtlichen Erkenntnissen handelt es sich bei den durch schwere Gesichtsverletzungen entstellten Leichen um den Anwalt, dessen Frau und die älteste Tochter des Paares.

Zwei Töchter zurückgeblieben

Nach dem Blutbad wurden die Toten am Mittwoch in der Kölner Rechtsmedizin untersucht. Zum Tathergang und möglichen Motiven wollte der Kölner Staatsanwalt Torsten Elschenbroich keine Angaben machen. "Es wird in alle Richtungen ermittelt." Derzeit gingen die Vernehmungen von Bürgern in der 26.000-Einwohner-Stadt weiter, um den Hergang des Verbrechens zu rekonstruieren. Eine Freundin der Anwaltsfamilie kümmere sich um die beiden jüngeren Töchter des Paares. Gleichzeitig dauerte die Sicherung von Hinweisen am Tatort an.

Die Leichen waren am Dienstag entdeckt worden, nachdem ein Mann um 16.30 Uhr aus einer Gaststätte gegenüber der Kanzlei die Polizei darüber informiert hatte, dass er Schüsse gehört habe. Beamten fanden in der Kanzlei im ersten Stock die Leichen. In einer der Fensterscheiben waren Löcher entdeckt worden, die von Schüssen stammen könnten. (APA/dpa)

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