Frauenleiche an Brennerbundesstraße: Sexualmord offenbar geklärt

10. Oktober 2003, 10:13
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Tatverdächtiger verhaftet - Identität des Opfers wird überprüft - Leiche war in in zwei Plastiksäcken verpackt

Innsbruck - Der Mord an der Frau, deren Leiche in der vergangenen Woche von Straßenarbeitern an der Brennerbundesstraße in Tirol gefunden wurde, scheint geklärt. In Miesenbach in Bayern, nahe der österreichischen Grenze wurde in einem Wohnmobil ein tatverdächtiger Deutscher verhaftet. Es handelt sich um einen Sachsen, einen 59-jährigen Mann, der einige Zeit mit falscher Identität als U-Boot in Tirol gelebt haben soll, zuletzt - ebenfalls auf einem Campingplatz - in Kramsach.

Spurensuche

Die Kriminalisten kamen dem Mann durch Hinweise auf die Spur, die auf die Veröffentlichung des Bildes der Toten folgten. Die deutsche Polizei fahndete unabhängig davon bereits wegen eines anderen Sexualdelikts nach dem 59-Jährigen. Er soll am 30. September, am Tag des Leichenfundes, auch in Österreich versucht haben, eine Frau aus dem Raum Garmisch-Partenkirchen zu vergewaltigen. Diese Frau konnte fliehen und gab der Polizei wichtige Hinweise.

Die Identität des etwa 50-jährigen Opfers war am Mittwoch noch nicht völlig geklärt. Die Beamten gingen zunächst davon aus, dass es sich um eine Frau aus dem ehemaligen Ostdeutschland handelte, die sich möglicherweise öfters in Triol aufhielt. (red, DER STANDARD Printausgabe 9.10.2003)

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