"Ich merke nichts von einer Konjunkturkrise"

15. Oktober 2003, 10:22
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Hartlauer will Umsatz 2003 um 4 Prozent erhöhen 20 Prozent der ausgearbeiteten Fotos bereits Digitalfotos

"Ich merke nichts von einer Konjunkturkrise", gab sich am Dienstagabend Robert Hartlauer, Chef der gleichnamigen Elektrokette, vor Journalisten selbstbewusst. 2002 habe er einen Umsatz von 192 Mio. Euro erzielt, 2003 sollen es etwa 200 Mio. Euro sein. Besondere Freude mache ihm dabei der Fotobereich, wo das Unternehmen Hartlauer "deutlich über dem Vorjahr liege".

Ausarbeitungsgeschäft

Für Mehrumsätze sorge aber nicht nur der Ansturm auf die Digitalkameras, sondern auch das Ausarbeitungsgeschäft laufe gut. Bereits 20 Prozent aller ausgearbeiteten Fotos wären bei Hartlauer Digitalfotos. Auch das Geschäft mit Alben und Rahmen laufe gut, nur herkömmliche Filme wären rückläufig. Zugenommen habe auch die Zahl der entwickelten Fotos pro Entwicklungsauftrag. Waren es früher durchschnittlich 24 Bilder, so wären es nun 40.

Mehr Beratungsbedarf

Die Digitalkamera habe jedenfalls nicht zum prognostizierten Niedergang der Fachhändler geführt, sondern ganz im Gegenteil – "wir haben nun viel mehr Beratungsbedarf", so Robert Hartlauer.

Qualitätskriterien für Digitalkameras

Hartlauer und der ebenfalls anwesende Canon-Österreich-Chef Peter Baldauf sowie der Pressefotograf Josef Schuster waren sich einig, dass es bei den Qualitätskriterien für Digitalkameras ein Umdenken geben muss, da das bisherige Hauptkriterium – die Anzahl der Bildpunkte (Pixel) – zusehends an Bedeutung verliere. "Für ein gutes Amateurfoto in normaler Fotogröße reicht eine 2 Megapixel-Kamera voll aus", erklärte Schuster, der selbst als Profifotograf mit 4 bis 6 Megapixel auskommt. Alles darüber hinaus ist nach Ansicht der drei Fotoexperten irrelevant.

Ausdrucken teuer

Der Kunde sollte daher eher Wert auf die Qualität des Objektives, des Bildschirms an der Rückseite der Kamera und der Auslöseverzögerung legen. Und er sollte laut Hartlauer, der selbst Fotoausarbeitung anbietet, seine Fotos eher im Labor entwickeln lassen als sie selbst auszudrucken, da dies um bis zu 50 Prozent teurer sei.(apa)

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Hartlauer

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