Konfliktparteien einigen sich auf friedliche Lösung für Burundi

12. Oktober 2003, 14:28
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Übergangsregierung soll Weg für Wahlen ebnen

Pretoria (APA/dpa) - Die Konfliktparteien im zentralafrikanischen Krisenstaat Burundi haben sich am Mittwochmorgen auf eine friedliche Lösung zur Beendigung des rund zehnjährigen Bürgerkriegs geeinigt. In Südafrikas Hauptstadt Pretoria unterzeichneten Vertreter der Regierung und der wichtigsten Rebellenorganisation ein entsprechendes Abkommen. Eine Übergangsregierung soll nun den Weg zu Wahlen eben. Die Zahl der Opfer des 1993 begonnenen Konflikts zwischen Burundis Hutu-Mehrheit und der Tutsi-dominierten Armee wird auf rund 300.000 Menschen geschätzt.

Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki würdigte das Abkommen im nationalen Rundfunk SAFM als modellhaft für den Kontinent und sicherte Burundi die Unterstützung seiner Regierung bei der Umsetzung des Abkommens zu. Er hatte bei den Gesprächen vermittelt.

Bereits am Montag hatte Rebellenchef Pierre Nkurunziza von den Verteidigungskräften der Demokratie (FDD) nach einer Unterredung mit Burundis Präsident Domitien Ndayizeye von einem Durchbruch in strittigen Sicherheitsbereich berichtet. Die FDD hatte in Militär und Regierung wichtige Schlüsselpositionen gefordert und größtenteils auch erhalten.

Die Rebellenverbände sollen in eine neu strukturierte Armee integriert werden. Die FDD und die Regierung hatten im Dezember 2002 ein Waffenstillstands-Abkommen geschlossen, das aber schon wenig später immer wieder gebrochen wurde. (Schluss) za/ar

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