Überstunden: Vorstand droht mit Disziplinar- Maßnahmen

8. Oktober 2003, 17:25
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Gewerkschaft: Überstunden können nur kurzfristig angeordnet werden

Wien - Der ÖBB-Vorstand droht den Bediensteten mit Disziplinarmaßnahmen, sollten sie - wie von der Gewerkschaft der Eisenbahner (GdE) angekündigt - die Leistung von Überstunden verweigern, berichtet die Tageszeitung "Kurier" (Mittwochausgabe). Nach Rechtsmeinung des Vorstandes verletzt jeder, der Überstunden verweigert, seine Dienstpflicht.

Arbeitspensum akzeptiert?

Für das ÖBB-Management hat jeder, der regelmäßig und über einen längeren Zeitraum Überstunden gemacht hat, gezeigt, dass er mit dem Arbeitspensum einverstanden sei - daher könnten Überstunden vom Unternehmen angeordnet werden. Die Gewerkschaft sieht dies naturgemäß ganz anders: Sie ist der Meinung, dass Überstunden nur kurzfristig angeordnet werden können.

Die Gewerkschaft rechnet mit ersten Auswirkungen ihres Montag begonnenen Überstundenboykotts am Donnerstag. Betroffen wird zuerst der Güterverkehr sein, wo es "bis zum totalen Stillstand" kommen könnte, wie es in Gewerkschaftskreisen hieß. (APA)

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