Wlaschek bietet 140 Millionen für Citec-Zinshäuser

13. Oktober 2003, 16:44
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Börsengang wackelt - Vorläufig auf Mai 2004 verschoben

Wien - Der für diesen Herbst geplante Börsegang der Citec Immobilieninvest AG wackelt. Wegen eines Angebots der Wlaschek-Gruppe hat die Gesellschaft den Gang an die Börse zumindest bis zum Frühjahr 2004 verschoben, teilte Citec-Vorstand Andreas Ruthensteiner am Dienstag mit. Die Gruppe des Billa-Gründers und nunmehrigen Immobilien-Milliardärs Karl Wlaschek habe über 140 Mio. Euro für das gesamte Aktienpaket des Citec-Zinshausinvestments geboten.

"Das Angebot von Herrn Wlaschek kam für uns vollkommen unerwartet während der abschließenden Verhandlungen für den geplanten Börsegang Ende dieses Monats", erklärt Ruthensteiner in einer Aussendung. "Wir stehen nun mit der Wlaschek-Gruppe in intensiven Verhandlungen und haben den Börsegang zumindest bis zum Frühjahr 2004 aufgeschoben." Sollte der Handel zu Stande kommen, wäre dies "einer der größten Immobiliendeals Österreichs".

Klassische Wiener Zinshäuser

Citec konzentriert sich ausschließlich auf Wohnimmobilien, vor allem die klassischen Wiener Zinshäuser in attraktiven Lagen. Das Unternehmen besitzt nach früheren Angaben 55 Objekte im Gesamtwert von etwa 110 Mio. Euro. 80 Prozent der Gesamtmietfläche (105.000 m2) sind Firmenangaben zufolge Wohnungen, die derzeit zu 92 Prozent vermietet sind. Seit Mai 2003 ist die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) mit 20 Prozent an der Citec beteiligt, die restlichen Anteile werden von Privatstiftungen der Firmengründer und Vorstandsmitglieder gehalten.

Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen mit der Wlaschek-Gruppe werde die Citec auf jeden Fall weiter im Immobilienbereich tätig bleiben, erklärte Ruthensteiner. (APA)

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