Gehrer für Sprachpolitik-Förderung

10. Oktober 2003, 20:27
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Bildungsministerin plädierte bei UNESCO-Konferenz für Erarbeitung einer Konvention zur kulturellen Vielfalt

Paris - Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) hat sich am Montag bei der 32. Generalkonferenz der UNO-Organisation für Wissenschaft, Bildung und Kultur (UNESCO) in Paris für eine verstärkte Förderung der Sprachpolitik innerhalb der UNESCO ausgesprochen. Im Namen der Bundesregierung sprach sich die Ministerin für die Erarbeitung einer Konvention zur kulturellen Vielfalt bis 2005 aus und stimmte der UNESCO-Konvention zum Schutz des immateriellen Kulturerbes zu, teilte das Ministerium in einer Aussendung mit.

Projekt "Sprachenpolitik und Alphabetisierung in globalem Kontext"

"Österreich ist seit 1994 Gastland des Europäischen Fremdsprachenzentrums in Graz. Die im 'Europäischen Jahr der Sprachen 2001' in Mali gegründete Afrikanische Akademie der Sprachen könnte ein wichtiger außereuropäischer Partner für das Grazer Sprachenzentrum werden", betonte Gehrer. Im kommenden Jahr werde das Bildungsministerium ein Projekt zu "Sprachenpolitik und Alphabetisierung in einem globalen Kontext" gemeinsam mit Partnern aus Südafrika, Kamerun, Mali und Burkina Faso starten. "Auf diese Weise wollen wir einen transkontinentalen Dialog Europa-Afrika im Bereich des Sprachenlernens initiieren", sagte Gehrer laut Aussendung.

Diskussion über Bildung für alle

Erfreut zeigte sich die Bildungsministerin darüber, dass rechtzeitig zur UNESCO-Generalkonferenz das historische Zentrum von Wien in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen wurde. Dies sei bereits die neunte Auszeichnung dieser Art für Österreich, sagte Gehrer abschließend.

An der UNESCO-Generalversammlung beteiligen sich bis zum 17. Oktober mehr als 300 Ministerinnen und Minister sowie rund 3.000 Delegierte aus 190 Staaten. Diskutiert wird bei der Konferenz in Paris unter anderem die kulturelle Vielfalt, die Bewahrung des kulturellen Erbes und die nachhaltige Entwicklung mit dem Ziel "Bildung für alle". (APA)

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UNESCO

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