Fahrplan einer Neustrukturierung

10. Oktober 2003, 14:06
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Jörg Koßdorff mit Intendanz der Grazer Oper betraut

Graz - Der interimistische Chef der Grazer Oper, Jörg Koßdorff, ist am Dienstag mit der Intendanz bis 31. August 2006 betraut worden. Die Entscheidung wurde vom Theaterausschuss, dem gemeinsamen Lenkungsgremium von Stadt Graz und Land Steiermark, einstimmig gefasst.

Gleichzeitig verkündete Ausschuss-Vorsitzende Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (ÖVP), dass am Fahrplan der Neustrukturierung der Bühnen - ab 1. September 2004 wird es vier GesmbHs geben - festgehalten wird.

Mit der Ankündigung des Chefdirigenten Philippe Jordan sein Engagement nicht über 2004 hinaus zu verlängern, hatte im Gefolge des Abgangs von Intendantin Karen Stone so etwas wie Krisenstimmung der Oper Einzug gehalten. Parallel zur Entscheidung Jordans, dem der Übergang in die Selbstständigkeit und die künftige finanzielle Dotierung zu unsicher erschien, scheiterten auch Verhandlungen mit dessen Wunsch-Intendanten Roland Geyer. Die offizielle Mitteilung, dass Geyer nicht zur Verfügung stehe, habe sie erst am Montag erhalten, erklärte Klasnic. Am Dienstag wurde Geyer in Wien als künftiger Intendant des Theaters an der Wien vorgestellt.

Vom Theaterausschuss verlängert wurde auch die Leitung der Jugendbühne Next Liberty (Michael Schilhan), Matthias Fontheim war als Direktor des Schauspielhauses schon früher bis 2006 verlängert worden. Zum Nachfolger von Koßdorff als interimistischer technischer Direktor wurde Heike Herrgesell bestellt. Wie Koßdorff durchblicken ließ, dürfte der Posten des Chefdirigenten in seiner Amtszeit nicht nachbesetzt werden.(APA)

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