Rotklee als Alternative zur Hormonersatz-Therapie

7. Oktober 2003, 13:37
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Der Pflanzen-Extrakt soll auch der Krebsentstehung vorbeugen

Wien - Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Herz-Kreislauferkrankungen - diesen Beschwerden, die Frauen in den Wechseljahren plagen, soll eine Behandlung mit Rotklee auf natürliche Weise ein Ende setzen. Forschungsergebnissen zufolge soll der Extrakt der Pflanze Brustkrebszellen beeinflussen und deshalb für die Anwendung bei Wechselbeschwerden ohne gefährliche Nebenwirkungen geeignet sein. Das teilte die "Forschungsgemeinschaft Rotklee" am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien mit.

Östrogenhaltige Substanzen

"Die im Rotklee enthaltenen Isoflavone sind östrogenhaltige Substanzen, die, ähnlich den weiblichen Östrogenen aufbauende und schützende Funktionen für die Zelle erfüllen. Sie haben einen direkten Einfluss auf hormonabhängige Karzinome, wie zum Beispiel Brust- oder Gebärmutterkrebs", erklärte Univ.-Prof. Johannes Huber. Gleichzeitig könnten die Isoflavone des Rotklees bei Wechselbeschwerden eine wertvolle Hilfe sein.

Natürliche Wirksamkeit

Wie die WissenschafterInnen betonten, scheinen die protektiven Eigenschaften nur auf die natürliche Zusammensetzung der im Rotklee enthaltenen vier Isoflavonen zurückzuführen zu sein. Unter der Gabe von künstlich isolierten Isoflavon-Kombinationen (zum Beispiel Genistein oder Daidzein) war diese Wirkung nicht nachzuweisen. Rotklee-Produkte seien als Nahrungsergänzungsmittel in Apotheken frei erhältlich, sollten jedoch nicht ohne Rücksprache mit ÄrztInnen eingenommen werden, rieten die WissenschafterInnen. (APA)

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