Mordfall Lindh: DNA des Hauptverdächtigen auf der Mordwaffe

9. Oktober 2003, 13:55
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Untersuchungshaft verlängert

Stockholm - Die schwedische Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch Haftverlängerung für den mutmaßlichen Mörder von Außenministerin Anna Lindh beantragt. "Die Staatsanwaltschaft will, dass der Mann zunächst bis zum 24. Oktober in Untersuchungshaft bleibt", bestätigte eine Sprecherin des Stockholmer Bezirksgerichtes. Eine Entscheidung stehe noch aus. Ohne neuen Antrag müsste der 24-Jährige, der Lindh am 10. September in einem Stockholmer Kaufhaus niedergestochen haben soll, am Freitag auf freien Fuß gesetzt werden.

Mijail M. war am 24. September festgenommen worden. Er bestreitet die Tat. DNA-Spuren an der Tatwaffe stimmen allerdings mit dem genetischen Fingerabdruck des Verdächtigen überein. "Ja, die Analyse eines gerichtsmedizinischen Institutes in Großbritannien hat unser Beweismaterial gegen den 24-Jährigen gestärkt", bestätigte Polizeisprecher Ulf Göranzon. Die Ergebnisse waren der Polizei am Dienstag übermittelt worden. Anklage gegen den mutmaßlichen Täter wurde noch nicht erhoben.

M. stand bereits mehrfach vor Gericht, unter anderem weil er seinen Vater mit Messerstichen in den Rücken verletzte. Sein Anwalt Peter Althin beklagte in einem Radiointerview am Mittwoch, dass immer wieder Informationen der Polizei an die Öffentlichkeit gelangten. Er forderte die Auswechslung der Ermittler. (APA/AP)

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