Internet Explorer wird wegen Patentstreit umgebaut

15. Oktober 2003, 13:45
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Auch Webdesigner müssen ihre Seiten bis Anfang 2004 umgestalten – Microsoft stellt Anleitungen und Browser-Testversion zur Verfügung

Nun ist es fix: Microsoft wird wegen dem Patenstreit gegen Eolas Technologies den Internet Explorer umbauen, auch Webdesigner werden ihre Seiten teilweise umgestalten müssen. Hintergrund ist ein Verfahren in dem der Softwarereise im August – noch nicht rechtskräftig – zur Zahlung von 521 Millionen US-Dollar Schadenersatz an Eolas wegen Verletzung derer Patentrechte in Bezug auf die Plug-In-Architektur des IE, verurteilt wurde.

Integration

Um den Forderungen von Eolas zu entgehen soll die Art und Weise wie Plug-Ins eingebunden werden geändert werden, so muss die Installation von Erweiterungen künftig in einem Pop-Up bestätigt werden, ein zusätzlicher Zwischenschritt, der nach Auffassung von Microsoft das Patent von Eolas zur automatischen Installation von Plug-Ins umläuft.

Umbau

Dadurch werden aber auch Änderungen in zahlreichen Web-Applikationen nötig, was zur Folge hat, dass diverse Webseiten in Teilen umgeschrieben werden müssen. Die notwendigen Änderungen beschreibt Microsoft in zwei Dokumenten auf seiner Support-Seite. Um die Funktionalität auch zu testen wurde zusätzlich ein Update für den Internet Explorer veröffentlicht, dass allerdings nur für EntwicklerInnen und nicht für EndbenutzerInnen gedacht ist.

Zeitrahmen

Microsoft rät den Webseiten-EntwicklerInnen, die benötigten Modifikationen bis Anfang 2004 vorzunehmen, da zu diesem Zeitpunkt die ersten Windows-Versionen mit einem modifizierten Internet Explorer im Umlauf sein werden. ExpertInnen wie das World Wide Web Consortium (W3C) befürchten, dass es durch die Umstellung zur Beeinträchtigung des nahtlosen Betriebs und Gefährung von Internet-Standards kommen könnte. (red)

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    montage: redaktion
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