Reuters verschlankt die Führungsebene seiner Redaktion

18. Oktober 2003, 10:08
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Mehr als ein Dutzend Mitglieder des Redaktionsmanagements sollen eine neue Aufgabe übernehmen oder das Unternehmen verlassen

Der internationale Nachrichten- und Informationskonzern Reuters will die Führungsebene seiner Redaktion verschlanken. Mehr als ein Dutzend Mitglieder des Redaktionsmanagements sollten eine neue Aufgabe übernehmen oder das Unternehmen verlassen, gab das britische Unternehmen in London bekannt.

Eine Reuters-Sprecherin sagte, auch Nachrichtenchef Stephen Jukes, der für die Qualität der Nachrichtenproduktion zuständig ist, werde die Firma verlassen. Für die weltweite Nachrichtenproduktion werde künftig David Schlesinger verantwortlich sein.

Reuters beschäftigt fast 2500 Journalisten. Der britische Traditionskonzern leidet seit rund drei Jahren stark unter den Sparmaßnahmen der internationalen Finanzdienstleister. Die großen Investmentbanken, die etwa ein Viertel zum Kernumsatz von Reuters beitragen, haben in den vergangenen Jahren weltweit rund 100.000 Stellen abgebaut. Unter dem im Februar angekündigten "Fast Forward"-Programm will Reuters seine jährlichen Kosten bis 2006 um 440 Millionen Pfund (etwa 628 Millionen Euro) senken und innerhalb von drei Jahren 3.000 Stellen abbauen. (APA/Reuters)

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