Grasser verteidigt sich: Wirtschaftsdaten "hervorragend"

7. Oktober 2003, 17:46
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Finanzminister attackiert Vizekanzler: Haupt hat jede Entscheidung mitgetragen

Wien - Finanzminister Karl-Heinz Grasser weist den Vorwurf von Vizekanzler Herbert Haupt (F) in der gestrigen ORF-Pressestunde, dass die Wirtschaftspolitik von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) und ihm, Grasser, gescheitert sei, entschieden zurück: "Haupt's Aussage entspricht nicht den Tatsachen und ist nicht nachvollziehbar", kontert der Finanzminister und verweist auf den internationalen Vergleich, in dem Österreich "hervorragend" dastehe. Die Kritik des Vizekanzlers ist für Grasser auch deshalb nicht nachvollziehbar, weil Haupt als Regierungsmitglied jede der getroffenen finanz- und wirtschaftspolitischen Entscheidungen mitgetragen habe.

"Reformkurs trägt Früchte"

Die Abgabenquote sei gesunken, jeder Österreicher könne sich um zehn Prozent mehr leisten als der EU-Durchschnittsbürger. "Diese Zahlen beweisen, dass der Reformkurs der Regierung Früchte getragen hat," betont Grasser und untermauert seine Argumente mit Beispielen:

Österreichs Wirtschaftswachstum sei im EU-Vergleich 2002 mit 1,4 Prozent zu 1,0 Prozent (EU-15; Eurozone: 0,8 Prozent) überdurchschnittlich. Im Verhältnis zu Deutschland, Italien oder Frankreich liege Österreich sogar um einen Prozentpunkt besser.

Bei der Arbeitslosigkeit liege Österreich an dritter Stelle der EU. Bei der Verbraucherpreisentwicklung sei Österreich im August 2003 das preisstabilste Land der EU.

Während in der EU-15 die Budgetdefizite von 2000 bis 2003 um über 3,5 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts angestiegen seien, hätten sich die öffentlichen Haushalte in Österreich verbessert. (APA)

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    Grasser über seinen Ex-Parteikollegen: "Haupt's Aussage (Rechtschreibung im Original) entspricht nicht den Tatsachen und ist nicht nachvollziehbar"

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