Wiener gründet US-Zentrum für Forschung

9. Oktober 2003, 19:27
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Amerikanischer Mäzen hat dem Mathematiker und Biologen Martin Nowak Millionen für den Aufbau gestiftet

Boston - Ein amerikanischer Mäzen hat dem aus Österreich stammenden Mathematiker und Biologen Martin Nowak von der Harvard University umgerechnet 25,7 Mio. für den Aufbau eines neuen Zentrums für mathematische Biologie gestiftet.

Der 38-jährige in Wien geborene Wissenschafter, der zuvor an den Unis Oxford (GB) und Princeton (USA) gearbeitet hat, ist erst im Sommer an die Harvard University (Cambridge bei Boston) als Professor für Mathematik und Biologie berufen worden.

Das Geld kommt vom US-Finanzberater Jeffrey Epstein, einem bekannten Philanthropen, der jährlich Millionen Dollar unter anderem auch an Wissenschafter spendet. Nowak hat sich mit Arbeiten auf dem Gebiet der mathematischen Biologie weltweit einen Namen gemacht. So hat er etwa mit mathematischen Methoden die Entstehung von Krebs, die Vermehrung des HI-Virus, die Entwicklung von Sprache und die Verbreitung von BSE untersucht.

In der Physik sei es vollkommen klar, dass man Experimente und mathematische Modelle mache. "Die Biologie war immer eine empirische Wissenschaft, und es gibt sehr viele experimentelle Resultate, aber nur sehr wenige Theorien. Schön langsam begreift man, wie wichtig diese Theorien auch in der Biologie sind", so Nowak. Noch ist nicht klar, welche Projekte an dem neuen Zentrum durchgeführt werden sollen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7. 10. 2003)

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