Gerangel um Neugebauer-Nachfolge

7. Oktober 2003, 17:03
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Wer kommt nach dem neuen ÖAAB-Chef als ÖGB-Vizepräsident?

Wer folgt Fritz Neugebauer? Diese Frage hat am Dienstag der Vorstand der Christgewerkschafter (FCG) zu beantworten. Neugebauer wird Samstag zum neuen Obmann des schwarzen Arbeitnehmerflügels ÖAAB gewählt - und bleibt Beamtengewerkschafter, gibt aber seine Funktionen als FCG-Vorsitzender und als ÖGB-Vizepräsident ab.

Das Rennen um seine Nachfolge als oberster schwarzer Gewerkschafter blieb bis zuletzt spannend, die Favoriten kommen wie Neugebauer aus der Beamtengewerkschaft. Von dort werden seine Vizevorsitzenden Christine Gubitzer, Wilhelm Gloss und Hans Freiler genannt - wobei der angriffigen Gubitzer die geringsten Chancen zugebilligt werden. Selbst ins Spiel gebracht hat sich der Obmann der niederösterreichischen Beamtengewerkschaft, Alfred Schöls. Er gilt allerdings als Intimfeind von Neugebauer und war auch schon 1991 bei Neugebauers erster Wahl zum FCG-Vorsitzenden als Gegenkandidat angetreten und knapp unterlegen.

Die roten Gewerkschafter beobachten die Kür des Christgewerkschaftschefs mit Spannung, wird doch dieser traditionell zum ÖGB-Vizepräsidenten gekürt. Diese Wahl steht kommende Woche beim ÖGB-Kongress an. Bisher war Neugebauer ÖGB-Vize, seit dessen Ja zur Pensionsreform sind die Roten im ÖGB schlecht auf ihn zu sprechen, sogar von Abwahl war die Rede gewesen. Gegen Schöls argumentiert die rote ÖGB-Spitze ähnlich: Auch er hat als VP-Abgeordneter für die Pensionsreform gestimmt. (eli/DER STANDARD, Printausgabe, 7.10.2003)

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