Kontanko wird geschäftsführender "Kurier"-Chefredakteur

23. Oktober 2003, 20:40
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Peter Rabl bleibt Herausgeber, Chefredakteur und Co-Geschäftsführer und zieht in Geschäftsführung des "telekurier"

Bereits vor mehr einem Jahr berichtete DER STANDARD von Plänen, wonach Christoph Kotanko zum geschäftsführenden "Kurier"-Chefredakteur ernannt werde, am Montag wurde Christoph Kotanko (50) offiziell dazu bestellt. Kotanko, bisher Innenpolitik-Chef der Tageszeitung, wird sein Amt mit 1. November 2003 übernehmen, teilte der "Kurier" in einer Aussendung mit. Er werde "in selbstständiger Verantwortung die redaktionelle Führung" innehaben. Peter Rabl (55) bleibe als Herausgeber, Chefredakteur und Co-Geschäftsführer der Redaktionsgesellschaft für den "Kurier" und die Redaktion Letztverantwortlicher.

Beschluss des Aufsichtsrates

Offiziell bestellt wurde Kontako, der schon derzeit stellvertretender Chefredakteur ist, von "Kurier"-Aufsichtsratspräsident Christian Konrad auf Beschluss des Aufsichtsrats. "Peter Rabl hat seit mehr als zehn Jahren die gesamte redaktionelle Verantwortung für den 'Kurier' allein getragen", so Konrad. "Jetzt schien es uns an der Zeit, diese große Aufgabe auf mehr Schultern zu verteilen. Für uns ist es erfreulich, dass die wichtige Position des geschäftsführenden Chefredakteurs mit Christoph Kotanko aus dem eigenen Haus besetzt werden konnte."

Rabl zieht in Geschäftsführung des "telekurier" ein

Rabl werde neben seinen Funktionen beim "Kurier" zusätzlich in die Geschäftsführung des "telekurier" einziehen, hieß es am Montag weiter. Dort werde er die redaktionellen Aufgaben des Online-"Kurier" verantworten.

Nachfolge noch unklar

Über Kotankos Bestellung werden in rund neun Wochen noch die "Kurier"-Redakteure abstimmen. Laut Herausgeber Peter Rabl ist noch nicht entschieden, wer Christoph Kotanko als Innenpolitikchef und stellvertretender Chefredakteur folgt. "Format"-Chefredakteur Andreas Weber als Favorit kommentierte er nicht. Erst solle die Redaktion über Kotankos als geschäftsführender Chefredakteur abstimmen.

Rabl selbst meinte heuer in einem Interview, dass 60 Jahre ein gutes Alter wären, sich aus dem Medienbusiness zurückzuziehen. "Das ist ein vernünftiger Zeithorizont", sagt dazu der 55-Jährige heute. Aber: "Da entscheiden noch der liebe Gott, meine Eigentümer und meine Verfassung mit - in dieser Reihenfolge." (APA/red/fid/DER STANDARD, Printausgabe vom 8.10.2003)

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Christoph Kotanko - Elfter Chefredakteur des "Kurier" - Kenner und Kommentator der heimischen Innenpolitik - Seit 1997 stellvertretender Chefredakteur

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    Christoph Kotanko, bisheriger Innenpolitik-Chef, wird geschäftsführender "Kurier"-Chefredakteur.

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