Grüner Protest gegen Lobautunnel

9. Oktober 2003, 15:23
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Maresch: wie "Pest und Cholera"

Wien - Für die Nordostumfahrung werden von der Ösag nur noch zwei Varianten verfolgt - eine Trasse zwischen Aspern und Eßling und eine weiter östlich (DER STANDARD berichtete). Für die Grünen ist dies nur eine Entscheidung "zwischen Pest und Cholera". Umweltsprecher Rüdiger Maresch erklärte am Montag, dass bei beiden Varianten der Nationalpark in Mitleidenschaft gezogen werde. Die Grünen könnten sich höchstens eine sechste Donauquerung nahe der S-Bahnbrücke der S80, aber keinesfalls die Untertunnelung der Lobau vorstellen.

Seitens des Planungsstadtrates Rudolf Schicker (SP) wurde die Kritik der Grünen als "lachhaft" bezeichnet, Maresch betreibe "Panikmache". Die Straße sei unter Rücksichtnahme auf den Nationalpark Donauauen sehr wohl realisierbar. Schicker präferiert nach wie vor die stadtnahe Trasse der Nordostumfahrung - eine Entscheidung erhoffe man sich noch für dieses Jahr. (APA, frei/DER STANDARD, Printausgabe 07.10.2003)

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