Viele Videoclips sind "Softpornos", klagt Blondie-Sängerin

10. Oktober 2003, 10:55
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Debbie Harry findet das Dargebotene meistens nur "vulgär": "Nicht alles, was wenig Klamotten am Leib hat, ist erotisch"

Frankfurt/Main - Blondie-Sängerin Deborah Harry kritisiert einen "übertriebenen Sex-Einsatz" junger Popsternchen. Die 58-jährige Amerikanerin sagte in einem Interview der "Netzeitung": "Viele Videos sind doch heutzutage nichts anderes als Softpornos. Manchmal ist das lustig und smart, aber meistens nur vulgär." Harry fügte hinzu: "Nicht alles, was wenig Klamotten am Leib hat, ist erotisch."

Sexistisch und wirklich fies

Die Sängerin kritisierte, dass die Plattenfirma von Blondie sich nur dafür interessiert habe, wie sie aussehe. "Ich fand das sexistisch und wirklich fies. Aber so ist das Geschäft nun mal. Die vielen hübschen Mädchen in den Bands heutzutage, die nichts können, aber geil aussehen, die haben den Markt versaut."

Die "jungen Gören"

Das Geschäft verlaufe für die "jungen Gören" anders als zu ihrer Zeit. "Die kämpfen heute viel mehr, die Konkurrenz ist unglaublich und sehr unbarmherzig geworden", meinte Harry. "Du kannst dir keinen Fehler mehr erlauben und hast keine Zeit mehr, erst mal in Ruhe zu wachsen." (APA/AP)

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    Deborah Harry kritisierte, dass die Plattenfirma von Blondie sich nur dafür interessiert habe, wie sie aussehe. "Ich fand das sexistisch und wirklich fies."

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