Intel sieht "Silberstreif am Horizont"

14. Oktober 2003, 10:56
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"Die schwierigen Zeiten" sind noch nicht ganz vorbei"

Der anhaltende "Bedarf an Hochtechnologie" von Unternehmen und Privathaushalten lässt den weltgrößten Chiphersteller Intel zuversichtlich in die Zukunft blicken. "Die schwierigen Zeiten" seien zwar noch nicht ganz vorbei, es zeichne sich aber "ein Silberstreif am Horizont ab", sagte der Intel-Chef für Deutschland, Österreich und die Schweiz, Hannes Schwaderer, am Montag vor Journalisten in Wien. Das dritte Quartal sei "zufriedenstellend" angelaufen.

Plus

Das "stabile Geschäft" mit den klein- und mittelständischen Unternehmen und Privathaushalten sowie der zunehmende Trend zur Mobilität hätten Intel zuletzt zu einer schwarzen Null verholfen, sagte Schwaderer. Der Mittelstand kaufe immer mehr im Fachhandel, dessen Anteil im Vertrieb im deutschsprachigen Raum heuer auf 39 Prozent steigen werde. In Österreich liefere Intel an rund 300 Fachhändler, die ihre PCs selbst zusammenbauen.

Wachsen

Wachstumsmöglichkeiten sieht Intel derzeit vor allem im Ersatz von bestehenden PCs in Unternehmen, bei PCs zu Hause (Digital Home), im Mobilfunk und im Serverbereich, berichtete Schwaderer. Weltweit gebe es derzeit etwa 50 Millionen Unternehmens-PCs, die mehrere Jahre alt seien und daher demnächst ersetzt werden sollten. Alte PCs würden für Unternehmen eine Kostengefahr, einen Produktionsverlust und ein Sicherheitsrisiko darstellen, ist Schwaderer überzeugt.

Potential

Im Mobilfunkbereich sehe man vor allem in der drahtlosen Funktechnologie WLAN großes Wachstumspotenzial im Unternehmens- und Privatbereich, was den Absatz von Notebooks ankurbeln werde, so der Intel-Österreich-Chef. Die Roamingverhandlungen zwischen verschiedenen WLAN-Anbietern seien derzeit im Laufen, die Preise würden sich künftig auf etwa 1 Euro pro WLAN-Stunde einpendeln. Intel sei derzeit dabei, WLAN-Hotspots auch in Österreich zu zertifizieren und mit entsprechenden Logos zu versehen. Bisher habe Intel insgesamt rund 20.000 Hotspots zertifiziert.

Hoffnung

Auch im Serverbereich liege erhebliches Wachstumspotenzial, zumal Unternehmen mit verschiedenen Standorten ihre IT-Infrastruktur zunehmend an einem Ort konsolidieren würden, so Schwaderer. Der Serverumsatz im Fachhandel sei in Österreich in den ersten drei Quartalen 2003 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 80 Prozent gestiegen.

Prozessor

Intel hat heute unterdessen die Markteinführung des neuen, speziell für Computer-Spiele konzipierten Prozessors Pentium 4 mit dem Namen "extreme edition" angekündigt. Der Chiphersteller hatte kürzlich seine Umsatzprognose für das dritte Quartal 2003 auf 7,6 bis 7,8 Milliarden Dollar und damit auf das obere Ende seiner früheren Voraussage angehoben. (APA)

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