Mehr Unix für Macs

23. Oktober 2003, 15:14
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Das kommende Apple-Betriebssystem versteht sich bestens mit Programmen der Unixwelt

Apple hat 2001 mit Mac OS X ein neues Betriebssystem für Macintosh-Rechner eingeführt, dass deutliche Verbesserungen gegenüber den bisherigen Apple-Betriebssystemen Mac OS 9 unter der Oberfläche aufweist: Fehlerhafte Programme können den Rechner nicht mehr zum Absturz bringen. Auch der gleichzeitige Betrieb mehrerer Programme klappt durchwegs reibungslos.

FreeBSD

Die technischen Verbesserungen sind in erster Linie darauf zurückzuführen, dass Apples X-Version auf dem für seine Zuverlässigkeit bekannten Unix basiert. Genauer gesagt bildet das freie Unix-Derivat FreeBSD das Fundament für Mac OS X.

Allerdings wollen die meisten Apple-Kunden bisher wenig von OS X wissen. Weniger als ein Drittel der rund 27 Millionen Kunden ist auf das neue Betriebssystem umgestiegen.

Mac OS X 10.3

Ende dieses Jahres will Apple nun die dritte OS X Variante, sie trägt den Codenamen Panther, auf den Markt bringen. Gegenüber seinen Vorgänger bringt es über 150 neue Features, darunter einen extrem schnellen PDF-Reader, auf den Rechner.

Expose

Die herausragendste Funktion ist "Exposé". Diese hilft bei zahlreichen geöffneten Fenstern, den Überblick zu behalten und bei Bedarf schnell zum gewünschten Fenster zu wechseln.

Mac OS X 10.3

Ebenfalls zeichnet sich das Betriebssystem durch die Möglichkeit eines schnellen Benutzerwechsels aus, der einem das separate Abmelden jedes einzelnen Benutzers erspart. Und mit "Font Book", einer kleinen Applikation, kehrt die Einfachheit der Schriftenverwaltung von Mac- OS 9 in "Panther" zurück.

Unix

Zusätzlich zeichnet sich MAC OS X v 10.3 durch Möglichkeit aus, neben Mac-Software, wie Photoshop oder Dreamweaver, fast alle Programme aus den Weiten der Unixwelt einfach zu installieren und nutzen zu können. Und zwar mittels X-11 Server, dessen Beta-Version geneigten Usern bereits jetzt zum Download bereit steht.

Für Apple-Österreich-Chef Christian Maranitsch sieht in "Unix am Desktop" einen "starken Trend", der seinem Unternehmen neue Kunden und Umsteiger bringen wird. Ergänzend betont er, dass Mac OS X weitgehend resistend gegen Viren ist. (sum)

  • Apple-Chef Steve Jobs

    Apple-Chef Steve Jobs

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