Zivildienst-Pflicht für Frauen?

6. Oktober 2003, 20:57
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Forderung der Parteifreien Gewerkschafter entspreche dem Gleichheitsgrundsatz der Geschlechter

Linz - Mit einem brisanten Vorstoß für den ÖGB-Bundeskongress melden sich jetzt die Parteifreien Gewerkschafter zu Wort: Es sollte in Österreich ein verpflichtender Zivildienst für Frauen eingeführt werden. Damit würden auch die Probleme mit dem fehlenden Pflegepersonal in Altenheimen und Spitälern zu lösen sein.

"Wenn schon wehrpflichtige Männer zwölf Monate Zivildienst in Sozialberufen ohne einer qualifizierten Fachausbildung absolvieren müssen (können), sollte es nach dem Gleichheitsgrundsatz der Bundesverfassung auch für Frauen gelten", meinte Otmar Höfler von den Parteifreien Gewerkschaftern in einer Aussendung. Ein entsprechender Antrag sollte auf dem ÖGB-Bundeskongress verabschiedet werden, wobei Übergangsregelungen vorgesehen werden könnten, so Höfler.

Und weiters: "Durch die Einführung des Zivildienstes für Frauen könnten viele zusätzliche Arbeitsplätze in der Gemeinwirtschaft geschaffen werden und wir brauchen dann keine ausländischen Arbeitskräfte für die Sozialberufe". Nebenbei würden sich vermutlich nach dem Zivildienst mehr junge Frauen für einen Sozialberuf entscheiden, "viele Frauen bräuchten keinen Teilzeitjob, sondern hätten einen sicheren Sozialberuf", so die Parteifreien Gewerkschafter. (APA)

  • Geht es nach den Parteifreien gewerkschaftern, soll Zivildienst für Frauen verpflichtend eingeführt werden.
    foto: standard/matthias cremer
    Geht es nach den Parteifreien gewerkschaftern, soll Zivildienst für Frauen verpflichtend eingeführt werden.
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