USA warnen vor "Kanonenwatte"

7. Oktober 2003, 10:21
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Nicht aufspürbarer Sprengstoff könnte in Daunenjacken oder Teddybären an Bord von Flugzeugen geschmuggelt werden

Madrid - Das internationale Terrornetzwerk El Kaida arbeitet nach einem Bericht der spanischen Zeitung "El Mundo" an der Herstellung neuartiger Sprengsätze, die mit den üblichen Durchleuchtungsgeräten auf den Flughäfen kaum aufzuspüren sind. Die amerikanische Bundespolizei FBI habe mehreren Staaten in Europa, darunter auch Spanien, entsprechende Warnungen geschickt, berichtete das Blatt am Montag unter Berufung auf spanische Sicherheitskreise.

Nitrozellulose

Die Sprengsätze sollten mit einer Substanz namens Nitrozellulose hergestellt werden, die sehr leicht entflammbar sei und in geschlossenen Behältern eine explosive Wirkung habe. Die Substanz werde auch "Kanonenwatte" genannt. Sie lässt sich nach diesen Angaben dadurch gewinnen, dass Watte mit bestimmten Säuren getränkt und getrocknet wird.

Terroristen könnten die präparierte Watte im Futter von Daunenjacken oder im Innern von Teddybären und anderen Plüschtieren verstecken. Auf diese Weise könnten Sprengsätze unentdeckt an Bord von Flugzeugen geschmuggelt werden. Die Warnungen beruhen laut "El Mundo" darauf, dass bei festgenommenen El-Kaida-Terroristen Handbücher gefunden worden seien, die Anleitungen für die Herstellung solcher Sprengsätze enthielten. (APA/dpa)

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