Rasanter Anstieg bei Altersteilzeit vorbei

12. Oktober 2003, 19:48
2 Postings

Stagnation bei 31.000 Beziehern - Unsicherheit wegen Pensionsdaten

Wien - Die Zahl jener Personen, die die Möglichkeit der Altersteilzeit in Anspruch nehmen, hat sich nach teils rasanten Anstiegen von durchschnittlich 1.000 Personen im Monat seit August auf etwa 31.000 Bezieher eingependelt. Nach vorläufigen Zahlen des Arbeitsmarktservice hatte es im August mit 31.491 Altersteilzeitbeziehern den bisherigen Höchstwert gegeben, im September ist er auf 31.297 gesunken.

Das AMS verweist aber darauf, dass die Daten mit Unsicherheitsfaktoren behaftet sind. So gebe es derzeit für viele, die die Altersteilzeit erwägen, Probleme mit den Pensionsdaten. Jeder Antragsteller braucht ja seinen neuen fiktiven Pensionsstichtag. Man müsste ferner auch damit rechnen, dass im November und Dezember wieder ein Anstieg eintreten könnte, da viele noch die bis Jahresende geltende Regelung der Altersteilzeit ausnützen wollen.

Rasanter Anstieg 2001

Im Jahr 2000 hatte die Altersteilzeit noch lediglich 6,26 Millionen Euro gekostet, 2001 schnellten die Ausgaben auf 69,4 Millionen Euro hinauf und im Vorjahr waren es bereits 230,3 Millionen Euro (3,15 Milliarden Schilling). Von 2003 bis Ende 2009 wird mit Gesamtkosten von 1.343,7 Millionen Euro (rund 18,6 Milliarden Schilling) gerechnet.

Das bis Ende 2003 laufende Modell der Altersteilzeit sieht vor, dass Frauen ab dem 50. und Männer ab dem 55. Lebensjahr eine Reduktion ihrer Arbeitszeit bis auf 40 Prozent vereinbaren können. In diesem Fall wird der Lohn zwar ebenfalls auf bis zu 40 Prozent reduziert, allerdings gibt es bis zum Gang in die Frühpension vom AMS die Hälfte der Differenz auf den bis dahin bezahlten Lohn zusätzlich ausbezahlt.

Allerdings wird die Summe von reduziertem Gehalt und AMS-Beitrag mit der Höhe der Höchstbeitragsgrundlage gedeckelt, derzeit sind das 3.360 Euro (46.235 Schilling). (APA)

Share if you care.