Val Kilmer hält nicht viel von New Mexico

8. Oktober 2003, 21:06
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Lokale Politiker empört: Es steht ihm frei zu gehen

Pecos - Der Schauspieler Val Kilmer hat sich abfällig über den US-Bundesstaat New Mexico geäußert und damit den Zorn einiger Politiker auf sich gezogen. Kilmer erzählte dem US-Musikmagazin "Rolling Stone" vom Leben auf seiner Ranch südlich von Pecos und sagte, er habe im Auto immer eine Waffe bei sich. "Ich leben in der Mord-Hauptstadt des Südens", sagte Kilmer. "80 Prozent der Leute in meinem Bezirk sind betrunken. Die Waffe ist also eine Vorsichtsmaßnahme, wenn ich mit den Kindern nach Hause fahre."

Kilmer sagte, auf seiner Ranch füttere er die Tiere und gehe auch manchmal zum Wasserloch. In einem imitierten Akzent der Region erklärte er: "Wir schießen mit automatischen Waffen auf Eindringlinge und Leute anderer Hautfarbe." Der Senator Phil Griego, ein Nachbar Kilmers, kritisierte das Interview. Wenn der Schauspieler nicht im Bezirk San Miguel leben wolle, stehe es ihm frei zu gehen. Außerdem spreche er über Dinge, von denen er nichts verstehe. Schließlich lebe Kilmer hinter einem Zaun und kenne die Nachbarschaft nicht.

Ein Sprecher der Tourismusbehörde, John Hendry, sagte, Kilmer liebe New Mexico und die Menschen dort. "Ich glaube nicht, dass er es so gemeint hat", erklärte Hendry. (APA/AP)

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