Produktion am Erzberg gesichert

12. Oktober 2003, 19:56
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Ein Vertrag mit der Voestalpine soll den Erzabbau bis 2013 sichern - ÖBAG-Chef Baumann: EU-Osterweiterung birgt auch Chance

Graz - Eher eine Chance als Nachteile erwartet sich ÖIAG-Bergbauholding-Chef Josef Baumann für die Voest-Alpine Erzberg GmbH im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung: Zumal Produzenten in den Beitrittsländern nun auch die EU-Kriterien in Sachen Qualität und Sicherheitsstandards erfüllen müssten, sei man trotz Einhaltung der erforderlichen innerbetrieblichen Kosteneinsparungsmaßnahmen weiter konkurrenzfähig. Für heuer erwartet sich Baumann ein EBIT "um die Nulllinie". Der Erzabbau dürfte bis 2013 gesichert sein.

Deutliche Perspektive

Die 230 Arbeitsplätze am Erzberg (davon 60 im Dienstleistungsbereich der MSE) sind durch einen Abnahmevertrag mit der Voestalpine Stahl AG für die Hütten Linz und Donawitz bis 2007 gesichert, darüber hinaus gibt es eine Option bis 2013. Die Abbauplanung am Erzberg reicht bis 2015. "Es gibt eine deutliche Perspektive, wiewohl wir ständig die Kostentangente im Auge behalten müssen", resümiert Baumann. Mitte der 90er Jahre war man noch von einer Stilllegung 2003 ausgegangen.

Im Jahr werden rund 2 Mio. Tonnen an die Hochöfen in Linz und Donawitz geliefert. Ein vorübergehend leichter Rückgang beim Erzabbau wird 2004 erwartet, wenn der Hochofen A in Linz neu zugestellt wird und damit einige Monate ausfällt. (APA)

  • Bis 2013 dürfte der Abbau am steirischen Erzberg gesichert sein
    foto: standard

    Bis 2013 dürfte der Abbau am steirischen Erzberg gesichert sein

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