Farbhandys erobern den Markt

13. Oktober 2003, 10:29
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Vor allem Modelle mit CSTN-LCDs kurbeln den Umsatz an

2003 wird zum Jahr der Mobiltelefone mit Farbdisplays. Noch im vergangenen Jahr verfügten lediglich 16 Prozent aller verkauften Handys über Farbbildschirme, 2003 werden es laut Marktforschungsunternehmen iSuppli bereits 38 Prozent sein. So werden bis Jahresende insgesamt 202 Millionen solcher Geräte verkauft werden, was einem Plus von 187 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Angetrieben wird dieses Wachstum jedoch nicht von Highend-Modellen, sondern von "bunten" Einsteigerhandys mit Extras wie einfachen Digitalkameras, berichtete das Branchenmagazin DigiTimes

Marktanteile

Vor allem in China, Indien und in den USA konnten Nokia, Motorola & Co ihre Umsätze dank solcher Mobiltelefone, die größtenteils über Color-Super-Twist-Nematic-LCDs (CSTN) verfügen, steigern. Diese Technologie erreicht über 65.000 Farben und ein Pixel-Format von 144 mal 177. Neben preislichen Vorteilen können CSTN-LCDs die hochauflösenden TFT-LCDs auch in puncto Energieverbrauch deutlich hinter sich lassen. Fast zwei Drittel aller 2003 ausgelieferten Farbhandys verfügen über CSTN-Displays.

Kostenfrage

Laut iSuppli wird die für Erzeuger im Einkauf rund zehn Dollar günstigere Variante noch zwei weitere Jahre den Color-LCD-Markt bei Mobiltelefonen dominieren. Erst 2006 rechnen die Experten mit einer Übermacht der TFT-LCDs. Dann dürften die 3G-Netze deutlich erweitert und die TFT-Technologie dank niedrigerer Preise und verbesserter Auflösung unschlagbar geworden sein. (pte)

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