Hollywood rät von Schwarzenegger ab

7. Oktober 2003, 18:54
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Filmstars unterschreiben Aufruf an die Wähler

Los Angeles - Eine Hand voll Arnie-Gegner ging am Wochenende bei einer Wahlkundgebung in Pleasanton bei San Francisco mit Plakaten wie "Keinen Grapscher als Gouverneur" und "Terminiert Sexismus" in Stellung. "So viele Menschen in Kalifornien denken einfach nicht mehr nach und sind von Hollywood ganz verblendet", meinte eine Frauenrechtlerin. Doch die Wahrheit ist, dass Hollywood den Austroamerikaner im Regen stehen lässt.

Vergangene Woche veröffentlichte das Magazin Variety eine Petition, in der ein gutes Dutzend Filmstars Kaliforniens Wähler aufrief, gegen eine Absetzung des amtierenden Gouverneurs Gray Davis zu stimmen. Unter den Unterzeichnern finden sich die üblichen "Verdächtigen", die sich öffentlich bereits gegen den Irakkrieg ausgesprochen hatten, unter ihnen Barbra Streisand, Warren Beatty, Jack Nicholson, Pierce Brosnan, Richard Dreyfuss, Annette Bening, Danny Glover und James Crowell. Aber auch namhafte Filmstudiochefs wie Sherry Lansing von Paramount und Jeffrey Katzenberg von Dreamworks wollen Arnold Schwarzenegger nicht als Gouverneur ihres Bundesstaates sehen.

Einige von Schwarzeneggers Freunden in Hollywood wie etwa Harrison Ford ("Nein, ich werde nicht für Arnold stimmen"), Tom Hanks, Cybill Sheperd oder Sylvester Stallone äußerten sich zurückhaltend über den politischen Ehrgeiz ihres Kollegen. "Arnold ist wirklich ein netter Kerl, und ich glaube, er hat gute Absichten", meinte George Clooney, "aber ich bin völlig gegen das, was er machen will." Nach wie vor gilt Hollywood als eher demokratisch und liberal - Republikaner wie Ronald Reagan, Charlton Heston oder John Wayne waren die Ausnahme. (AFP, red/DER STANDARD, Printausgabe, 6.10.2003)

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