Schwere Unfälle mit gezähmten Tieren

10. Oktober 2003, 22:38
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Die Arbeit mit Raubkatzen bleibt auch für erfahrene Dompteure gefährlich

Hamburg - Die Arbeit mit Raubkatzen ist selbst für erfahrene Dompteure gefährlich. Es kommt immer wieder vor, dass sie von den Tieren plötzlich angefallen, verletzt und sogar getötet werden. Hier aus den vergangenen Jahren einige Fälle mit Tigern:

Spanien: Zirkusunfall

23.04.2003: In einem Zirkus nahe Madrid in Spanien fällt ein Tiger einen Mitarbeiter an. Die Raubkatze reißt dem 28-jährigen Ukrainer den rechten Arm ab und fügt ihm am linken schwere Verletzungen zu.

Italien: Zirkustiger tötet Dompteur

25.10.2000: Ein junger Zirkustiger tötet in Italien einen Dompteur durch einen Biss in den Hals. Ein anderer Tiger verletzt die Ehefrau des Dompteurs, als sie in den Käfig stürzt und ihrem Mann zu Hilfe eilen will. Das Opfer, der 70-jährige Niederländer Gaston Bosman, gilt als sehr erfahrener Raubtierdompteur. Das Drama ereignet sich beim Training im Winterquartier des Zirkus "Moira Orfei" in Venetien.

Indien: Dompteuse wird von Tiger getötet

20.01.1998: Eine 20 Jahre alte Dompteuse im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh wird von einem Zirkustiger zerfleischt. Als die 20-Jährige nach Beendigung ihres Programms den Tiger zum Käfig zurückbringen will, greift er sie an. Zirkusmitarbeiter schleudern einen Stuhl auf die Raubkatze; die Frau kann aber nicht mehr gerettet werden.

Deutschland: Dompteur von Tiger angefallen

23.05.1997: Ein Raubtierdompteur wird im baden-württembergischen Waldshut von seinen Tigern in der Manege angefallen und schwer verletzt. Nur dem beherzten Eingreifen seiner Frau ist es zu verdanken, dass die Tiere den 40 Jahre alten Mann bei einer Zirkusvorstellung nicht zerfleischen. Der Frau gelingt es, die Tiger in ihre Käfige zurückzutreiben.

USA: Dompteur von Tiger angefallen

09.05.1997: Vor den Augen entsetzter Schulkinder und deren Eltern tötet ein bengalischer Tiger in Carrolltown (US-Bundesstaat Pennsylvania) seinen Dompteur. Mitarbeiter des Zirkusses "Franzen Brothers" können das rund 180 Kilogramm schwere Tier zwar noch mit Eisenstangen von dem am Boden liegenden Wayne Franzen (50) vertreiben, aber die Verletzungen des Mannes sind tödlich. (APA)

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