Es traf ein Symbol der Koexistenz

6. Oktober 2003, 21:59
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Restaurant "Maxim" wurde von einer arabischen und jüdischen Familie gegründet

Vor 40 Jahren wurde das Restaurant "Maxim" am Strand der nordisraelischen Hafenstadt Haifa von einer arabischen und jüdischen Familie gegründet. "Dieses Restaurant war ein Symbol der Koexistenz", sagte Nir Muli, Enkel der jüdischen Gründer, nach dem Anschlag. "Wir dachten nie, dass uns das geschehen kann."

Dabei ist Haifa in den vergangenen drei Jahre sechsmal von Selbstmordattentätern angegriffen worden, 74 Menschen wurden getötet. In der Stadt leben 223.000 Juden und 47.000 Araber zusammen, vielleicht haben es terroristische Angreifer deshalb leichter, sich unter die Leute zu mischen. Araber und Juden kaufen in denselben Geschäften ein und benutzen dieselben Busse. Ein Fünftel der 6,6 Millionen israelischen Staatsbürger sind Araber.

Im Krankenhaus Rambam warteten arabische und jüdische Familien ängstlich auf Nachrichten über ihre Verwandten. "Alle waren dort zusammen, Juden und Araber", sagte die 28-jährige Araberin Odet Najar in fließendem Hebräisch. "Wir sind oft dorthin gegangen." Ihr 23-jähriger Cousin hat im Restaurant "Maxim" als Kellner gearbeitet, erzählt sie. (AP/DER STANDARD, Printausgabe, 6.10.2003)

Peter Enav aus Haifa
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