Keine Hinweise auf Verbindung El Kaida-Irak

6. Oktober 2003, 19:48
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Monatelange Ermittlungen ohne Ergebnis

Washington - Die US-Waffeninspektoren für den Irak haben nach den Worten ihres Leiters David Kay bisher keine Verbindung zwischen der gestürzten irakischen Regierung und dem Terrornetzwerk El Kaida entdeckt. Sein Team habe trotz intensiver Recherchen keine Hinweise darauf gefunden, dass die El Kaida sich im Irak um Massenvernichtungswaffen bemüht habe, sagte Kay dem US-Fernsehsender Fox News. Dennoch sei er auf Dokumente gestoßen, die auf "verschiedene terroristische Verbindungen" hindeuteten.

Die US-Ermittler seien zu dem Schluss gekommen, dass einer der irakischen Geheimdienste Programme zur Herstellung von biologischen und chemischen Waffen unterhalten habe. In drei Fällen hätten sich Wissenschaftler mit Belegen für verbotene Waffenentwicklungen gemeldet, die UNO-Inspektoren zuvor nicht aufgespürt hätten, sagte Kay weiter.

In einem Bericht hatte der vom Geheimdienst CIA beauftragte frühere UNO-Waffenkontrollor am vergangenen Donnerstag eingeräumt, dass die von ihm geleitete Iraq Survey Group (ISG) trotz drei Monate langer aufwändiger Suche bisher keine irakischen Massenvernichtungwaffen gefunden habe. (APA)

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