BA-CA peilt weitere Banken-Zukäufe an

10. Oktober 2003, 20:01
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Die Kasse der Bank Austria Creditanstalt ist zurzeit prall gefüllt - Sie soll künftig ausschließlich für Ostakquisitionen zum Einsatz kommen

Semmering - Die zur HypoVereinsbank Group gehörende Bank Austria Creditanstalt AG (BA-CA) wartet mit gut gefüllter Kasse auf weitere Akquisitionsziele in Osteuropa. "Dafür stehen 500 Millionen Euro zur Verfügung", sagte BA-CA-Vorstandsvorsitzender Karl Samstag am Wochenende. Die Bank operiert derzeit in elf Ländern Zentral- und Osteuropas und strebt dort je zehn Prozent des Markets an.

Zusätzlich zu den 500 Mio. Euro habe die BA-CA noch weitere Optionen, versichert Samstag: "Wir haben genügend Möglichkeiten, Hybridkapital aufzustellen, und könnten da bis zu einer Milliarde Euro problemlos darstellen." Sämtliche Mittel werden jedenfalls ausschließlich für Akquisitionen in Osteuropa verwendet, betonte er.

Informationsmemorandum

Dass sich die BA-CA ein Informationsmemorandum für die zum Verkauf stehende Bank Tiriac abgeholt habe, bestätigte Samstag. Details wollte er aber keine nennen. In Ungarn setzt Samstag auf organisches Wachstum, andererseits "werde es eine zweite Welle geben, wo sich einige zurückziehen werden". Die seit Juli wieder börsennotierte BA-CA erwartet im Gesamtjahr 2003 einen Gewinnzuwachs "im niedrigen zweistelligen Prozentbereich". Diese Prognose ist nach den Worten des Vorstandschefs nach den ersten neun Monaten komfortabel abgesichert.

Zur Frage, ob die Aktionäre mit einer höheren Dividende rechnen können, sagte Samstag, er gehe davon aus, dass die von der BA-CA in den vergangenen Jahren bezahlte Dividende von 1,02 Euro je Anteilsschein heuer "der unterste Level sei". Im Vorjahr hatte die BA-CA einen Jahresüberschuss nach Fremdanteilen von 309 (nach 483) Millionen Euro erreicht. Das Ergebnis vor Steuern hatte 504 (nach 655) Millionen Euro betragen, das Betriebsergebnis 572 (nach 552) Millionen Euro. (Reuters, Der Standard, Printausgabe, 06.10.2003)

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    BA-CA-Chef Samstag geht davon aus, dass sich die Aktionäre heuer über eine Dividende von "mindestens" 1,02 Euro" freuen können.

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